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Philharmonie

Kulturfinanzierung unseriös: Philharmonie muss sich nackt machen–der Rest kriegt sein Geld pauschal

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Alexis Taeger
Alexis Taeger

Letzte Woche ist die Beschlussvorlage zur Finanzierung der Philharmonie dem Werkausschuss von JenaKultur vorgelegt worden. Der Finanzierungsvorschlag von 3,04 MEUR/a ist durch Zah-len untersetzt. Hier gilt es noch im Detail zu prüfen, ob das Budget für freie Kräfte nicht implizit dazu führt, dass das Orchester zum C-Orchester absteigt.

Absolut unseriös ist jedoch die Beschlussvorlage insgesamt. Soll doch zusätzlich beschlossen werden, dass der neue städtische Zuschuss 2013-2016 "angemessen" erhöht wird. Zahlen? Keine - ein finanzpolitisch unseriöser Freifahrtsschein.



Weiterhin sollen pauschal ohne Angabe des Zwecks 500 TEUR zur "Umsetzung des Kulturkon-zepts" eingestellt werden. "Beim Kulturkonzept hat man sich um die Kostenangeben zu den möglichen Maßnahmen gedrückt und jetzt drückt man sich um die Nennung der Maßnahmen zu den Mehrausgaben", so Alexis Taeger: "Das ist wohl der Kaufpreis der Grünen für eine Zu-stimmung der Koalition zum Fortbestand der Philharmonie!".

Am Dienstag im Finanzausschuss wird sich Taeger für die Reduzierung des Beschlusses auf seinen seriösen Kern einsetzen - der Philharmonie. "Diese Vorlage trägt eindeutig nicht die Handschrift der Finanzverwaltung - peinlich."

Die Beschlussvorlage bedarf noch intensiver Diskussion: "Die Philharmonie darf sich nackt ma-chen und um ihren Fortbestand kämpfen - der Rest kriegt sein Geld pauschal", so Thomas Nitzsche. "Als OB-Kandidat stehe ich genauso für den Erhalt der Philharmonie wie seit jeher als Mitglied des Stadtrates. Ein Beschluss wird von der FDP nur dann mitgetragen, wenn er auch mittelfristig die Finanzierung eines B-Orchesters absichert."

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