Die Umbenennung des Bahnhofs "Göschwitz (Saale)" in "Jena-Göschwitz" wird von der FDP Jena gefordert. Einen entsprechenden Beschlussantrag haben die Liberalen in der April-Stadtratssitzung eingebracht. Darin wird der OB aufgefordert, bei den bevorstehenden Verhandlungen mit der Bahn zur Sanierung der Bahnhöfe Göschwitz und Jena-West auch die Umbenennung von Göschwitz mit aufzunehmen.
"Das fehlende "Jena" in der Bahnhofsbezeichnung führt häufig zur Verunsicherung bei auswärtigen Jena-Besuchern", weiß der Fraktionschef der Liberalen, Andreas Wiese zu berichten. "Ob "Jena-Paradies", "Jena-West", "Jena-Zwätzen" - überall bekommen die Reisenden Klarheit darüber, dass diese Bahnhöfe und Haltepunkte zur Saalestadt gehören. Nur bei dem für Bahnreisende so wichtigen "Nord-Süd" nach "Ost-West" Umsteigepunkt Göschwitz nicht" wundert sich Wiese.
Dabei ist die Umbenennung des Bahnhofs "Göschwitz (Saale)" in "Jena-Göschwitz" auch aus anderen Gründen zwingend erforderlich:
Der Ortsteil Göschwitz ist seit 1969 der Stadt Jena eingemeindet und damit ein Teil von Jena.
Dann ist es auch eine Frage eines schlechten Marketings, wenn überregional weiterhin auf die Bezeichnung "Jena" verzichtet wird. In Göttingen liest man am Fahrtzielanzeiger "Regional Express nach Chemnitz .. über .. Göschwitz" und nicht über Jena!!! Das gewinnt um so mehr an Bedeutung, wenn das Land Sachsen-Anhalt bis 2015 eine Regional-Expresslinie Halle - Jena plant, die in Göschwitz endet und auf derem Zugzielanzeiger Jena keine Erwähnung findet. Gleiches gilt für eine Regional-Express-Linie Nürnberg - Jena, die vom Land Bayern ab 2011 eingerichtet werden soll.
Bereits in den Verhandlungen mit der Bahn zum Bau des Haltepunktes Jena-Paradies wurde die Umbenennung des Bahnhofes "Göschwitz" gefordert, damals aber mit Hinweis auf die Kosten von der Bahn angelehnt.